Beschluss Landgericht Berlin
Am 22.01.2024 gab es eine Presseerklärung des Landgerichts Berlin. Am Donnerstag, den 18.01.2024 hat das Landgericht Berlin die Berufung der Familie Remmo gegen das Urteil vom 6. April 2023 abgewiesen. Der Remmo-Clan muss die Villa im Berliner Stadtteil Buckow räumen.
Mit dem Beschluss vom 18. Januar 2024 folgten die Richter des Landgerichts einem Urteil des Amtsgerichts Neukölln (Az: 10 C 485/21) aus dem vergangenen April. Es sei „vorläufig vollstreckbar“, eine Räumungsfrist werde nicht gewährt. Das Amtsgericht habe die Familie zu Recht zur Räumung verurteilt, „weil das zwischen den Parteien bestehende Mietverhältnis durch Kündigung fristlos beendet worden ist“, teilte das Landgericht weiter mit.
Der Beschluss wird in 4 Wochen (ab dem 18.01.2024) rechtskräftig. Dann wird der Bezirk Neukölln zwangsräumen. Um die Räumung abzuwenden, müsste der Remmo Clan innerhalb dieser Frist, beim Bundesgerichtshof, eine Nichtzulassungsbeschwerde einlegen. Damit könnte man sich Zeit kaufen bis zum Urteilsspruch des BGH.
Letztes Kapitel. Die Räumung
Am Vormittag des 19.März 2024 erschienen Issa Remmo mit seinen Söhnen und Töchtern und einem weißen Transporter zum letzten großen Arbeitseinsatz in der Villa Alt-Buckow 37. Erst gegen 3.00 Uhr in den Morgenstunden des 20.März (Mittwoch) waren sie endlich fertig mit den Räumungsarbeiten und dem Leeren des Hauses. Nun verließen sie Haus und Grundstück.
Um 10 Uhr des 20. März rollte ein Dutzend Mannschaftswagen der Polizei vor der Villa an, die gegenüber einer alten Dorfkirche samt Friedhof liegt. 130 zum Teil vermummte Polizisten stiegen aus den Fahrzeugen und sperrten Straße und Gelände ab. Um 10.30 Uhr erschien die Gerichtsvollzieherin. Zusammen mit Polizisten und einem Vertreter des Bezirks Neukölln betrat sie das Haus durch die offen stehende Eingangstür. Damit war die Immobilie rechtmäßig an den Eigentümer übergeben worden.
Die Vorgeschichte, der Weg bis heute und die Klage auf Räumung beim Amtsgericht Neukölln, lesen Sie im weiteren Text.
Kündigung und Klage
Im August 2021 kündigte das Bezirksamt Berlin Neukölln, mit Unterschrift des Bürgermeisters Martin Hikel, der Familie Remmo fristlos und forderte diese auf bis Ende Oktober 2021 das Haus zu räumen. Der Remmo-Clan wollte allerdings weiter dort leben und widersprach über einen Anwalt der Kündigung. Daraufhin hat dann das Bezirksamt Berlin Neukölln eine Räumungsklage beim Amtsgericht Neukölln eingereicht. Die Familie Remmo bekam dann vom Anwalt eine Abschrift der Klageschrift. Die Familie, nun in der Rolle des Beklagten, setzte sich mittels eines Rechtsanwalts gegen diese Klage zur Wehr. Die Verteidigung verfasste daraufhin die Klageerwiderung mit der Forderung die Klage abzuweisen da die Kündigung ja unbegründet ist.
Eine dann später stattfindende Güteverhandlung, mit dem Ziel einen Vergleich zu erreichen zwischen dem Kläger Bezirk Neukölln und der Beklagten Familie Remmo. Ein Vergleich hätte zustande kommen können, wenn die Familie ihre Bereitschaft erklärt hätte dort auszuziehen. Dann hätte sie sehr viel Zeit bekommen, so ist das üblich in diesem Geschäft. Der Bezirk Neukölln, vor Gericht anwesend in Form eines Rechtsanwalts und des Bezirks-Bürgermeisters Hikel, hätte der Familie dann bis zu 12 Monaten Zeit geben können diese Villa zu verlassen. Aber die Familie wollte auf ewig dort drin bleiben und hat es versucht, indem sie ein Vergleich der nur zustande gekommen wäre, mit der Bereitschaft dort auszuziehen, abgelehnt hat. (Titelfoto oben: Yasin und Firas Remmo v.l.)
Das Urteil
Am 6. April 2023 hat das Amtsgericht Berlin Neukölln nun ein Urteil gesprochen. Somit wird die Räumungsklage das Bezirksamts Neukölln nicht abgewiesen, sondern die Kündigung von 2021 als ausreichend begründet für rechtmäßig erklärt. Somit muss die Familie die Wohnräume der Remmo-Villa räumen. Allerdings muss das Urteil erst rechtskräftig werden, das bedeutet es muss erst einmal niedergeschrieben werden. Das dauert für gewöhnlich ungefähr 4 Wochen. Dann ist das Urteil rechtskräftig. Im Gerichtssaal war für „die Beklagte“ Seite Firas Remmo anwesend. Um Zeit zu gewinnen wird die Remmo Familie wohl ein Rechtsmittel einlegen. Gegen das Urteil kann noch Berufung vor dem Berliner Landgericht eingelegt werden. Die Erfolgschancen stehen bei Null.
Die Söhne des Issa Remmo sollten sich nun beeilen, schnell eine Ersatzbleibe zu finden. Denn wenn das Urteil rechtskräftig ist, gibt es den sogenannten Räumungsbefehl. ln diesem Fall wird das Bezirksamt Neukölln die Polizei um Amtshilfe bitten. Wer dann noch in der Wohnung angetroffen wird, wird auf die Straße gebeten oder rausgetragen, und dann wird ein neues Schloss die Haustür zieren. Die dort ehemals gewohnt haben, können dann kein Eintritt mehr erlangen. Auch über Einrichtungsgegenstände, die sich dann noch in der Wohnung befinden sollten, können sie dann nicht mehr verfügen.
Razzia durch SEK-Kommando
Deshalb wird es jetzt eng für die Herren und wohl auch einigen Damen die noch in der Villa wohnen. Für Tochter Nema Remmo (19) und Sohn Mussa Remmo (23). Beide wurden bei der Razzia am 4. April 2023 vorübergehend festgenommen. Der Grund: Hinreichender Tatverdacht für Diebstahl von 6 Akkus aus einem Baumarkt, in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung (Reizgas) gegenüber einem Zeugen, dem Ladendetektiv. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung durften sie wieder gehen.

Remmo-Villa Anschrift:
Alt Buckow 37
12349 Berlin
Im Stadtbezirk Neukölln. Ortsteil Buckow.
Bund zwischen dem Remmo-Clan und dem Al-Zein-Clan
Im März 2021 gab es eine große Hochzeitsfeier, eine Eheschließung, welche zwei große arabische Clans noch enger miteinander verschmelzen ließ. Die Braut ist eine Nichte von Zaki Al-Zein. Der Bräutigam ist Yasin Remmo.
Der Hochzeitstag begann dort wo die Braut zuhause ist. Es war ein schöner Tag mit traditionellen Speisen und Getränken, Musik und Tanz. Am Abend fuhr die Hochzeits-Gesellschaft dorthin wo der Bräutigam zuhause ist. Zur Villa mit der Adresse Alt Buckow 37. Hier sollte der wichtigste und schönste Tag im Leben eines libanesischen Mannes ausklingen. Die Gesellschaft wurde dann von der Berliner Polizei gestört und belästigt. Der Vorwurf war, das Corona-Regeln nicht eingehalten wurden. Wer möchte schon bei einer Hochzeitsfeier von der Polizei belästigt werden. Das Foto unten: Die legendäre Remmo Villa. Nun könnte aus ihr noch ein Jugendclub werden.

Für Yasin und Firas Remmo heißt es nun Abschied nehmen vom geliebten Heim. Möglicherweise auch für Ismail, sollte er noch dort wohnen. Ihr geliebter Vater Issa Remmo, welcher dort bis zuletzt Dauergast war, hat bereits eine Ersatzwohnung. Firas dankt und ehrt seinen Vater Issa Remmo in diesem sehenswerten Instagram Stories Highligt.
Ende
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Ist doch wunderbar !
Es ist unglaublich viel Zeit vergangen. Zwischen der Kündigung und dem Urteil liegen 20 Monate.
Ich mag die Bullen nicht. Einen Hochzeitstag zu versauen, das ist das letzte. Ein anderes Problem: Die kommen mit Hundert Mann und bewaffnet mit Maschinenpistolen. Was soll das ? In deutschen Land werden immer mal wieder Menschen, sogar in ihrer Wohnung, von unfähigen Polizeikräften getötet. Wir laufen nicht bewaffnet rum sind unbewaffnet. Also lasst uns in Ruhe. Wir töten nicht. Wir verletzen niemand. Wir haben Stolz und Ehre.
Bin ja in der Hoffnung, dass die Villa zukünftig ein Ort der Begegnung wird. Etwas soziales. Dann werde ich mir diesen legendären Ort auch mal ansehen. Das könnte noch etwas dauern wegen der teuren Sanierung oder besser Instandsetzung.