Mahmoud Al Zein, schillernde Größe aus dem Al-Zein-Clan, nannte sich selber „El Presidente“
Nach einem Deal mit der Staatsanwaltschaft wurde er 2008 zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Haftstrafe musste er nicht absitzen. Er genoss den offenen Vollzug. Er war den ganzen Tag über ein freier Mann. Skandal ? Bis heute organisiert er viele Straftaten.
Die Al-Zeins stehen für spektakuläre Verbrechen, etwa den Raubüberfall kurz vor Weihnachten 2014 auf das KaDeWe in Berlin, bei dem sie Luxusuhren und Schmuck im Wert von 817.260 Euro erbeuteten. Mahmoud zog die Fäden.
Am 14. Januar 2017 waren es erneut Uhren im Wert von 512.000 Euro, die von diesem Clan erbeutet wurden. Wie kann man dem begegnen ?
Der „Präsident“ Mahmoud Al-Zein ist das Oberhaupt des kurdisch-libanesischen Clans Al-Zein und gebürtiger Türke. Sein richtiger Name ist Mahmoud Uca. Er ist in Anatolien geboren. Er reiste bereits im Jahr 1982 aus dem Bürgerkriegsland Libanon nach Deutschland ein und beantragte Asyl.
Mahmoud Al-Zein zeigte nach seiner Ankunft in Deutschland auch sehr schnell sein wahres Gesicht: räuberischer Diebstahl, gefährliche Körperverletzung, Drogendelikte.
Auch wenn Frau und Kinder von Mahmoud Al-Zein damals offenbar im Luxus lebten, kassierten sie rund 3.200 Euro Sozialhilfe vom deutschen Staat. Im Jahre 1998 stellte das Amt die Zahlung ein. Doch die Anwälte des Clans siegten vor Gericht, sodass die Zahlungen fortgesetzt werden mussten.
Bereits im Jahr 2003 gab er Spiegel TV ein Interview, worin er sich ganz offen als Berliner „Unterweltkönig“ bezeichnen lässt. In den 90-er Jahren wurde er mit seinem brutalen Auftreten in Berlin zum König der Unterwelt.
Der „Präsident“ war nie Libanese. Recherchen in der Türkei ergaben, dass er aus der südanatolischen Provinz Mardin stammt. Außerdem ist sein Vater – der sich ebenfalls in Deutschland als Sozialhilfeempfänger mit angeblich ungeklärter Staatsangehörigkeit aufhält – eigentlich im Ort Üçkavak bei Savur als türkischer Staatsbürger registriert. Ein Hinweis auf seinen Sohn finden die Ermittler ebenfalls: Auch Mahmoud Al Zein ist, allerdings unter einem anderen Namen, in der Türkei registriert. Nach türkischem Recht ist es für eine Staatsbürgerschaft unerheblich, ob er auch in der Türkei geboren wurde. Entscheidend sind die türkischen Eltern und der Eintrag in ein Melderegister. Dort ist Mahmoud Al Zein unter dem Namen Mahmut Uca vermerkt.
Der zuständige Ermittler notiert dazu: »Die Türkei bestätigte 2002 den Registerauszug, stellte aber dennoch keinen Pass aus.« Grund: Mahmoud Al Zein hatte seinen Wehrdienst in der Türkei nicht angetreten und war danach einfach ausgebürgert worden. Damit fehlte den deutschen Behörden weiterhin ein Land, in das sie Mahmoud Al Zein hätten abschieben können. Die Türkei weigerte sich, ihren früheren Staatsbürger zurückzunehmen.
Erst im Jahr 2005 konnte ein SEK-Kommando Mahmoud Al-Zein schließlich festnehmen. Ihm wurde vorgeworfen, Kopf einer internationalen Bande zu sein, die Drogen aus den Niederlanden nach Deutschland verschob.
Nach einem Deal mit der Staatsanwaltschaft wurde er 2008 zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Haftstrafe musste er nicht absitzen. Er genoss den offenen Vollzug. Er war den ganzen Tag über ein freier Mann.
Bis heute ist er eine der wichtigsten Figuren der Berliner Unterwelt geblieben. Das ist wohl einer der Gründe, warum Polizeigewerkschafter Rainer Wendt Deutschland einen „zahnlosen Staat“ nennt.
In einem oder mehreren Tätigkeitsschwerpunkten gibt es in Berlin eine Kooperation des Al-Zein Clans mit dem Remmo Clan.
Auch wenn Mahmoud Al-Zein jetzt an der Ruhr lebt, so gilt er noch immer als Pate von Berlin. Er wird diese Position nicht verlieren. Der Rang ist ihm sicher bis zum Tod. Er entscheidet was die Al Zeins machen. An der Ruhr und in Berlin. Bis zu seiner Ausreise.
Erstmaliges Update im März 2021:
Unfassbar, aber wahr. Der Mann verlässt Deutschland am 29. Januar 2021.
Um exakt 12.00 Uhr nähern sich mehrere schwere Geländewagen und ein paar kleinere Pkw. Die Türen springen auf, circa 30 Personen mit schwarzen Haaren steigen aus. Nur Männer. Einer von ihnen trägt einen schwarzen Parka, Jeans und schwarze Turnschuhe: Es ist Mahmoud Al Zein.
Der Druck einer bevorstehenden Abschiebung sei zuletzt deutlich erhöht worden, so der Berliner Senat. „Mit der heutigen Ausreise, die mit einer Wiedereinreisesperre verbunden ist, wollte der Mann der drohenden Abschiebung zuvorkommen.“
Vom Hauptstadt- Flughafen BER nahm er eine Maschine nach Istanbul. Bei der Ausreise verwendete er seinen richtigen Namen: Mahmut Uca. Seine Reise wird weiter nach Adana führen. In der Zwei Millionen Stadt im Südosten der Türkei, nur 40 km vom Mittelmeer entfernt, wird er sich nun niederlassen.
Der Al Zein Clan wird in Deutschland auch weiterhin eine führende Rolle spielen.
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